Es ist Kürbis- und Maronizeit

Ich für meinen Teil bin schon mein Leben lang "Kürbisanfängerin" gewesen. Ich habe die letzten Jahre also nur ab und zu zum "Anfängerkürbis" Hokkaido gegriffen und eigentlich fast nur Kürbissuppe fabriziert. Neulich ist mir dann mal bewusst geworden, dass ich...

...gänzlich ohne Kürbis aufwuchs und es bei meiner Mutter nie Kürbisgerichte gab. Wow! Deshalb also :-) Mir war auch bisher völlig unverständlich, warum es so viele unterschiedliche Kürbisse gab. Kürbis war für mich immer Kürbis. Es gab gar keinen Grund für mich, einen anderen Kürbis auszuprobieren.

 

Diesen Sommer aber entdeckte ich für mich den Pattison, ein sogenannter Sommerkürbis, und stellte fest, dass dieser so garnichts mit Hokkaido gemeinsam hatte, eher würde ich ihm eine zucchiniartige Eigenschaft zuordnen. Gestern war dann meine 3. Sorte dran: Der Spaghettikürbis. Wie göttlich hat der nur geschmeckt! Zugegeben, es wurden eher Spaghettifetzen, aber das hat dem Geschmack ja keinen Abbruch getan. Ich schmorte den Kürbis halbiert und mit einer Knoblauch-Olivenöl-Rosmarin-Marinade eingepinselt im Ofen und aß ihn anschließend mit selbstgemachten Dinkel-Einkorn-Hirse-Torteglioni mit einer Füllung auf Sonneblumenkernbasis (Experimentelle Eigenkreation vom Grundrezept "Brotaufstrich auf Sonnenblumenkernbasis hier im Rezepteteil). Sehr, sehr lecker das alles! Heute gabs dann den Rest vom Spaghettikürbis-Gemüse zusammen mit Salat und saurem Kartoffelgemüse (wer es noch nicht kennt: Unbedingt ausprobieren!). Ich hätte mich ja tatsächlich reinlegen können, obwohl ich ja immer alles abwandeln und weglassen muss wegen meinen Intoleranzen, da passiert das dann nicht ganz so oft, dass ich ganz entzückt von meinem Essen bin. Auch kalt als Salat taugt der Spaghettikürbis absolut! Und ich könnte mir sogar eine süße Variante damit vorstellen? Quasi eine Art Obstsalat ohne Obst...muss ich unbedingt ausprobieren Demnächst.Eine super Informationsseite mit vielen Rezepten und Daten über die verschiedenen Kürbisse, deren Einsatz, Lagerung und Geschmack findest Du übrigens bei Momo's Kürbisseite

 

Heute hab ich dann noch etwas Neues ausprobiert. Castagnaccio - eine Art Kuchen aus Kastanienmehl, Rosmarin, Olivenöl, Trockenfrüchte, Pinienkernen, traditionell ganz ohne Zucker (bei mir mit!). Wat für ne bombastisch ungewöhnliche, aber genial leckere Mischung an mediterranen Zutaten! Und er ist garantiert vegan (manche Rezepte führen Milch auf, mit Wasser wirds aber wirklich genial), glutenfrei,  bedingt histaminverträglich (ich werds sehen^^), ausgesprochen lecker! Ich habe statt Pinienkernen einfach Sonneblumenkerne genommen und es war prima so, ist dann für mich verträglicher und auch günstiger. Außerdem habe ich einen Teil Rosinen durch getrocknete Aprikosen getauscht. Den Rotwein habe ich weggelassen und  nur mit Wasser gearbeitet. Wer aber sehr süßen, traditionellen Kuchen erwartet, wird wohl eher enttäuscht sein. Es ist eigentlich auch kein Kuchen, wenn dann eher eine Art Tarte. Geschmacklich aber doch etwas völlig Anderes. Castagnaccio war ursprünglich ein toskanisches Arme-Leute-Essen und gilt heute als ausgesprochene Delikatesse. Das Kastanienmehl ist allerdings etwas teurer in der Anschaffung (350g kosten knapp 5,-€ im Bioladen). Für mich lohnt es sich aber allemal, da es meinen Speiseplan ungemein bereichert. Wer die Möglichkeit hat, sich Kastanienmehl aus Italien zu besorgen, oder mitbringen zu lassen, könnte günstiger weg kommen.

 

Kastanienmehl ist definitiv mein neues Highlight in der Küche und ich liebe es. Es ist nicht nur schmackhaft und recht vielseitig, sondern auch besonders nährstoffreich und vital (sachte sogar Hildegard von Bingen schon, die hält eh viel vom Kastanienbaum), man kann sich damit sogar seinen morgendlichen Basentrunk zusammenrühren. Mmmmhhh, ich schwelge noch immer :-)

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