Nachhaltigkeit

Wichtige nachaltige, ökologische und soziale Projekte, Themen und Informationen möchte ich euch hier vorstellen. Unter Anderem wird es um Diese und weitere themenbezogene Inhalte gehen.
◙ solidarische Obst- und Gemüsebaugemeinschaften und weitere nachhaltige und zukunftsorientierte Projekte

  --> die Wilde Gärtnerei bei Berlin sucht derzeit noch Mitmacher! Mehr dazu findest Du unter Termine

◙ Unfaire Bedingungen und klimazerstörende Themen wie beim Kaffee oder Palmöl

◙ der Bedeutung und Informationen über regionale und saisonale Produkte

Hast Du ein interessantes Projekt vorzustellen?

Möchtest Du auf ein bestimmtes Thema hinweisen, welches unbedingt hierher gehört?

Schreib mich an

Hier zeigt der deutsche Cartoonist Harm Bengen, worüber sich die Menschen wirklich Sorgen machen.

Gefunden bei Oxfam Deutschland

 

 

Am Di, den 09.10.2012 hat die Welt- ernährungsorganisation (FAO) neue Zahlen vorgelegt: Fast 900 Millionen Menschen leiden an Hunger. Das Um- weltinstitut München berichtet, dass die Zahl der Hungernden sich in Asien leicht verbessert hätten, in Afrika je- doch steigt die Anzahl der chronisch Hungernden kontinuierlich an- trotz Genfood. Die Agrogentechnik-Lobby preist die Gentechnik schon seit Jah- ren als Lösung gegen Hungerleid an.

 

Die Probleme liegen nicht immer beim Mangel an Nahrung, sondern vorallem die Zockerei, unser westlicher Fleisch- konsum, Klimawandel (zb. durch Regenwaldabholzung), Agrosprit, und nicht zuletzt die Schattenseiten der Globali- sierung und damit beispielsweise das systematische Unterbinden von Eigenständigkeit in den jeweiligen Schwellen- ländern. Nach Afrika werden seit Jahren tonnenweise tiefgefrorenes, billiges Geflügel aus Europa verschippert. Die Farmen dort liegen nahezu alle brach. Jetzt, wo die Einwohner Afrikas vom Geflügelmüll Europas abhängig geworden ist und deren Geflügelwirtschaft völlig zugrunde gegangen ist, werden die Preise natürlich angezogen. Ich möchte euch einen besonders sehenswerten Film hierzu ans Herz legen. Die Not in den jeweiligen Ländern wird immer größer, anstatt, dass Lösungen gefunden werden, obwohl es Lösungswege gibt. Daran liegt es nicht, die Gier der Industrielobbyisten ist unstillbar. Dafür gehen sie über Leichen. Wem die unten gezeigte ARTE-Doku zu lang ist, kann sich hier eine kurze 3Sat-Version ansehen.

Dem globalen Industriewahnsinn und dem Zahnrad der Umweltzerstörung entrinnen

Wir zahlen in konventionellen Supermärkten nicht nur Geld für schlechte Lebensmittel, es kostet Anderen auch das Leben, und wir zahlen mit unserer Umwelt und Gesundheit. Deshalb sollten wir unsere Einkaufsgewohnheiten überdenken und nach Alternativen suchen, um dem globalen Industriewahnsinn ein Ende zu bereiten. Diese Möglichkeiten stehen Dir offen, um nachhaltiger, ökologischer und gesundheitsbewusster einzukaufen und zu leben:

 

  • Mundraub und Foodsharing
  • Kaufe Fairtrade und Palmölfrei
  • Ökokiste, und Obst- & Gemüsebaugemeinschaften
  • (Teilweise) Selbstversorgung sowie Containern
  • Drossele Deinen Fleischkonsum auf ein Minimum, oder werde vegan
  • Mache, soweit als möglich, alles selbst und verzichte auf Convenienceware
  • Bioladen und Marktstände von lokalen Kleinbetrieben (oder direkt ab Hof, sofern möglich)
  • Verzichte auf unnötig viele Plastiktüten und Verpackungen beim Obst- & Gemüsekauf.

► Regionalität, Energieeinsparung und Selbstversorgung

Diese drei Schlagworte werden in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen. Warum das so ist, wird in diesem 30-minütigem Animationsfilm erklärt. Erdöl spielt auch in unserer Industrielebensmittelherstellung eine große Rolle. Auch wird unsere Versorgung an Lebensmitteln erheblich schwerer ausfallen, wird das Erdölvorkommen zugrunde gehen. Dies kommt früher, als die Meisten ahnen und wissen, zumindest dann, wenn es so weiter geht, wie bisher. Es ist an der Zeit radikal umzudenken! Seht euch bitte diesen Film an, auch wenn es nicht primär um unsere Ernährung, sondern vielmehr um unser bequemes, modernes Leben ansich geht. Wenn wir nicht bald gänzlich umdenken und unser Leben umgestalten, werden wir ganz einfach gezwungen. Nur das wird deutlich der unbequemere Weg werden!

- DEUTSCHER UNTERTITEL VERFÜGBAR - klicke hierzu auf das kleine Kästchen unten rechts -

► Fairtrade

◙ Wieviel "Fair" steckt eigentlich drin?

So viel wie möglich oder so wenig wie nötig? Ursprünglich enthielt ein sogenanntes Fairtradeprodukt 50% fair angebauter und gehandelter Rohstoff. Seit Juli 2011 bekommt jedes Produkt ein Fairtradesiegel, wenn es mindestens 20% faire Rohstoffe enthält. Der Anteil Fairtrade-zertifizierter Zutaten muss auf der Rückseite der Verpackung genau angegeben werden. Immerhin müssen auch weitere Zutaten durch Fairtraderohstoffe ersetzt werden, sofwern diese erhältlich sind. Ausnahmen sind jedoch erlaubt, wenn zb. die Ernte wegen Naturkatastrophen oder dergleichen ausfallen sollte. Die 20% dürfen dabei aber niemals unterschritten werden. Gekennzeichnet werden muss das zwar nicht, aber immerhin von einem Gremium (FLO) genehmigt. Die FLO e.V. (Fairtrade Labelling Organizations International) entscheidet auch, wer ein solches Fairtradesiegel erhält. Die 20%-Regelung hat seine Befürworter und Ablehner. Zu befürworten wäre zb., dass diese Regelung hilft, dem Fairtrade aus seinem Nischendasein zu verhelfen. Doch für Firmen, wie die GEPA, die in der regel sehr bemüht darum ist, einen Fairtrade-Anteil von 60-80% zu erreichen, ist dies weniger zuträglich. Das Image von Fairtradeprodukten nimmt evtl. erheblichen Schaden durch diese Neuregelung. FAZIT: Fairtrade ist nicht gleich Fairtrade! Und Bio ist leider auch nicht zwangsläufig Fairtrade, wie man eigentlich meinen könnte. Wie immer ist hier gefragt, seinen Kopf einzuschalten, sich zu informieren und richtig zu wählen. Der vermeintlich bequeme Weg wird sich in Zukunft nämlich als der erheblich unbequemere Weg herausstellen, für uns Alle.
Mehr zum Thema Fairtrade gibt es auf der Seite Fairtrade e.V. der Firma GEPA

◙ 10 gute Gründe für fairen Kaffee

Saphir Robert, Referentin der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. plädiert an Verbraucher, bei Kaffee verstärkt auf das Fairtrade-Siegel zu achten. Es gebe mindestens 10 gute Gründe, um fairen Kaffee zu trinken, so die Fachreferentin. Denn für die Bauern und Arbeiter auf den Fairtrade-Kaffeeplantagen gibt es:

 

  • bessere Arbeitsbedingungen
  • ein stabiles Einkommen
  • Mindestlöhne
  • einen besseren Marktzugang in den Norden
  • Schutzkleidung
  • bezahlten Urlaub
  • bessere Gesundheitsversorgung
  • soziale Vorsorge
  • Prämie, für den Bau neuer Brunnen oder Schulen
  • Schutz vor ausbeuterischer (Kinder)Arbeit


"Und nicht zuletzt schmeckt fairer Kaffee einfach lecker", sagt Saphir Robert. Hintergrundinformationen zum Fairen Handel und weitere Tipps zum öko-fairen Konsum bietet die Webseite der VERBRAUCHER INITIATIVE.

 

► Be Palmoilfree - Rette den Regenwald, rette unseren Lebensraum!

Viele wissen das noch nicht, aber wir sind von Kopf bis Fuß auf Palmöl eingestellt - doch mit der Palmölgewinnung wird derzeit das letzte Quentchen Regenwald abgeholzt, das noch auf der Erde existiert. Nicht nur für die Tiere und Ureinwohner, für die er alternativloser Lebensraum ist, ist der Regenwald von existenzieller Bedeutung, sondern für die ganze Welt. Für Dich, für mich, für unseren Nachbarn. Wir können ohne den Regenwald nicht existieren! Den europäischen Urwald haben wir ja schon vor langer Zeit vollständig zerstört. Obwohl unsere Erde vom Regenwald abhängig ist, gibt es zur Zeit für viele Konzerne (für Macht und Prophit) noch immer kein Halten. Einer der weltgrössten Konzerne, Nestlé, ist weiterhin unnachgiebig (aber nicht nur die!), obwohl Greenpeace und andere Umweltschutzorganisationen seit Jahren großen Druck ausüben. Auch die Politik sieht hier kaum Handlungsbedarf. Deshalb liegt es an uns, daran etwas zu ändern! Be palmoilfree - kaufe bestmöglich nur noch palmölfreie Produkte! Um unseren Lebensraum nicht zu zerstören.

Weltweit wurden in den vergangenen 50 Jahren insgesamt mehr als die Hälfte aller tropischen

Wälder auf unserem Planeten unwiederbringlich zerstört. Und die Rodungen hören nicht auf, im Gegenteil:

Die Prognose für 2020 steht bei 80-90% zerstörten Regenwald. Er ist die Lunge unserer Erde!

Der Regenwald muss weichen für unseren unersättlichen Konsum an Palmöl, Fleisch, und für Monokulturen.

Auf Umweltblick.de wirst Du das derzeit einzige so umfangreiche Register mit palmölfreien Produkten finden, welches Dir helfen wird, Dich neu zu orientieren und schnell Alternativen zu finden. Außerdem wirst du dort mit Infomaterial über die Thematik versorgt.

  • Ob Schokoriegel, Kekse, Gewürze, Knabbergebäck, Müslies, Fertiggerichte, Kosmetika, Reinigungsmitteln oder Kerzen, es gibt kaum ein Produkt unseres täglichen Bedarfs, das kein Palmöl entält. Aufgrund des ökologischen Desasters, das der Anbau von Palmöl-Plantagen mit sich bringt, entscheiden sich immer mehr Menschen auf Produkte, die Palmöl enthalten, zu verzichten.
  • 2010 wurden 53 Mio. Tonnen Palmöl genutzt. Davon fanden über 71 % in der Nahrungsmittelindustrie Verwendung. Über 24 % wurden für Seifen und andere kosmetische Industrieerzeugnisse benötigt und nur 4,7 % dienten der energetischen Nutzung.

 

► Regional und Saisonal

Bei Freilandtomaten wurde gegenüber Tomaten aus dem Gewächshaus ein um ein Drittel höherer Vitamin C-Gehalt festgestellt. Weitere Aspekte kommen hinzu. Treibhausgemüse hat einen höheren Nitratgehalt als Gemüse, das saisongerecht im Freiland geerntet wird. Die Pflanzen benötigen den Stickstoff des Nitrats (z. B. aus Düngemitteln), um daraus Eiweiß aufzubauen. Bei Lichtmangel, wie im zeitigen Frühjahr, im Herbst und im Treibhaus, kommt die Eiweißsynthese der Pflanzen ins Stocken. Deswegen enthält Winter- und Treibhausgemüse mehr Nitrat als Freiland- und Sommerware. Dies und weitere Vorteile über nachhaltige Ernährung, regional und saisonal, hier inklusive Download für einen Saisonkalender, der für Orientierung sorgt. Du kannst ihn Dir aber auch direkt herunterladen.

SAISONKALENDER
Vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum
saisonkalender.pdf
Adobe Acrobat Dokument 216.6 KB

Die 5 goldenen (einfachen) Regeln für den nachhaltigen Einkauf

Nachhaltigkeit – Eine Welt in Balance

gefunden bei Biovision - Stiftung für ökologische Entwicklung


Wer sich vor dem Verkaufsregal an die folgenden fünf Entscheidungsregeln hält, ist auf gutem Weg zum ökologischen und sozialen Einkauf:
1. Weniger ist mehr! Kaufen Sie, was Sie wirklich brauchen.
2. Essen Sie regelmässig vegetarisch (weniger Fleisch und Fisch).
3. Kaufen Sie saisongerecht und regional ein.
4. Wählen Sie Produkte mit Label (Bio-Landbau, fairer Handel, nachhaltige Fischerei, artgemässe Tierhaltung).
5. Meiden Sie Produkte mit Palmöl (oft deklariert als pflanzliche Fette).

Clever Konsumieren von Biovision
Vollständige Beschreibung zu den 5 goldenen Regeln für den nachhaltigen Einkauf
CLEVER-KONSUMIEREN_Biovision.pdf
Adobe Acrobat Dokument 332.3 KB
Möhren - Messer und Gabel

Neuester Blogeintrag

Di

19

Mär

2013

Nanotechnik erobert hinter unserem Rücken die Welt!

Nanoteilchen. Sie erobern immer mehr unseren Markt und machen auch bei unserer Ernährung nicht Halt. Große Konzerne erhoffen sich dadurch riesige Gewinne, Forscher arbeiten an einer neuen Food-Generation, dem sogenannten "Nanofood". Nanofood wäre zb. eine Pizza, die bei 300 Watt in der Mikrowelle eine rotfarbene Margharita werden würde, bei 400 Watt grün, und nach Spinat schmeckt. Oder wie wäre es mit einem Milchshake, der je nach Stärke des Schüttelns anch Banane oder Erdbeere schmecken würde? Diese Nanofoods gibt es derzeit noch nicht im Handel, sind aber dabei entwickelt zu werden. Trotzdem gibt es sie schon: Die Nanoteilchen in unserer Ernährung und vielen weiteren Bereichen...

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